Muskeln aus der Steckdose

Zunäc10419607_255361951254211_7912648717598723186_nhst zum Prinzip! Bevor das EMS-Training (elektronische Muskelstimulation) los geht, muss man eine Elektrodenweste und Elektrodenbänder (Oberschenkel, Oberarme, Gesäß) am Körper verkabeln. Ein Betreuer reguliert die elektrischen Impulse mit Hilfe eines Gerätes, wobei die einzelnen Muskeln mit unterschiedlicher Stromstärke angesteuert werden. Die Kontraktionsphase dauert meist nur ein paar Sekunden im Wechsel zwischen Anspannung/Entspannung und in Summe soll ein wöchentliches Training von 20 Minuten für sichtbare Erfolge reichen. Muss man Angst vor den Stromstößen haben? Nein, denn diese aktivieren lediglich die Skelettmuskulatur und nicht die Herzmuskulatur oder glatte Muskulatur (Organe).

Es geht bei diesem Training rein um die Kräftigung der Muskulatur. Die Reizintensität ist derart hoch, dass ein- bis maximal zweimal pro Woche völlig ausreichend wären, um die Muskulatur aufzubauen. Und ja, es gibt auch Erfolge damit, nur AUF DAUER KANN ES EIN GEWÖHNLICHES KRAFTTRAINING MIT GEWICHTEN NICHT ERSETZEN!

1) Zu den größten Nachteilen zählt, dass weder Knochen noch Gelenkknorpel mittrainiert werden. Es gibt somit ein gestörtes Verhältnis zwischen Muskelkraft und Belastungsfähigkeit der Gelenke.
2) Die Rückkoppelung zwischen Muskel und Nervensystem findet auch weniger statt, da die willkürliche Steuerung der Muskulatur infolge des Stroms fast ausgeschaltet ist.
3) Die natürlichen Schutzmechanismen gegen Überdehnung von Muskeln und Sehnen werden somit auch außer Kraft gesetzt.

Resümee: Als zusätzliches Training oder nach Verletzungen okay, dennoch ersetzt es kein gewöhnliches Krafttraining!

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