Stoffwechseltraining

Im Kurier am Wochenende gab es einen Artikel mit der Schlagzeile „Stoffwechsel auf dem Prüfstand“. Mittels einer Atemgasanalyse wird der Stoffwechsel betrachtet. Man bekommt eine Atemmaske, einen Brustgurt für die Herzfrequenz und führt einen Stufen- oder Rampentest am Laufband durch bis man das Belastungsmaximum erreicht hat. Dieser Test nennt sich Spiroergometrie. Man erhält dabei neben den individuellen Trainingsbereichen auch die Kalorienwerte bei entsprechender Geschwindigkeit, das natürlich viel genauer ist, als alle Kalorienangaben auf Pulsuhren, die nur mit dem Körpergewicht und der Herzfrequenz berechnet werden. Soweit stimme ich auch dem Beitrag zu ABER der folgende Satz lässt mein sportwissenschaftliches Herz bluten.

„Geht man bei intensiven Trainings zu weit, läuft man Gefahr, Muskelzellen statt Kalorien zu zerstören. Und das will natürlich niemand. Davor warnt auch kein Crosstrainer-Computer“. 

FALSCH! Ich will durch das Training eine Zerstörung der Muskelzellen erreichen, damit sich diese anpasst und eine höhere kommende Belastung verträgt (Trainingsadaptation). Habe ich jedoch nie Regenerationszeiten, dann geht dies in die falsche Richtung. Aber die Aussage führt dahin, dass man jetzt annehmen könnte, lediglich im „Fettstoffwechsel“ zu trainieren, da der Körper in diesem Bereich als Energiequelle nur die Fettsäuren verwendet (falsch) und man möglichst schnell abnimmt, was jedoch nicht richtig ist. Wer verbrennt mehr Kalorien? Wenn eine Person eine halbe Stunde 7km/h läuft oder wenn sie die gleiche Zeit mit 10km/h bewältigt? Unterm Strich kann ich nur dann abnehmen, wenn ich mehr Kalorien verbrauche, als zugeführt habe.

Conclusio: Im Ausdauertraining sollte die Basis das Grundlagentraining bilden (niedrigere Intensität, größere Umfänge), aber auch schnellere und intensivere Einheiten sind sinnvoll und führen zu einer Verbesserung der Leistung.

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